Helmut König

Helmut König

Königskonzept
Inhaber


Charme ist die Kunst als Antwort ein Ja zu bekommen, ohne etwas gefragt zu haben. Albert Camus

Helmut König hat aus seinem Nachnamen ein Programm gemacht. Oder besser: Eine Marke. „Königskonzept“. Sein Thema und das seit mehr als 30 Jahren: Marketing- und Vertriebskonzepte für Unternehmen entwickeln. Wer so lange im Geschäft ist, hat viel Erfahrung. Und: Wissen, mit dem er schon so manchem Unternehmen wieder auf die (Erfolgs) Sprünge geholfen hat.

Herr König, lassen Sie uns kurz das Geheimnis lüften. Was ist denn nun Pecha Kucha? Und was haben Sie damit zu tun?

Helmut König:

Pecha Kucha ist eine Kurz-Präsentationsform wie auch der Elevator Pitch. Der Begriff kommt aus dem japanischen und bedeutet wirres Geplauder oder Stimmengewirr.

Es wurde von 2 Architekten vor nicht ganz 10 Jahren in Japan gegen das Death of PowerPoint Syndrom vorgestellt und kam 2006 nach Deutschland. Bei Pecha Kucha ist die Präsentation fest vorgegeben, jeder Vortragende hat 20 Power Point Slides zur Verfügung, die jeweils automatisch nach 20 Sekunden weitergeschaltet werden. Jeder Zuhörer kann sich darauf verlassen, dass der Vortrag nach 6 Minuten und 40 Sekunden zu Ende ist.

Pecha Kucha Veranstaltungen zeichnen sich durch viel Spaß und eine große Dynamik aus. Ich mache Vertriebskonzepte und -präsentationen sind eine gute Möglichkeit, die Einzigartigkeit eines Unternehmens darzustellen. Deshalb – und weil es auch Spaß macht – beschäftige ich mich damit.

Wer sich untere Ihre Fittiche begibt und umsetzt was Sie vorgeben, hat am Ende mehr Kunden, macht mehr Umsatz und hat mehr Gewinn. Ist das richtig?

Helmut König:

Wer sich unter meine Fittiche begibt, hat vor allem hinterher einen Plan, wie er an mehr Kunden, mehr Umsatz oder mehr Gewinn kommt. Spaß, Begabung und Leidenschaft ist die ideale Kombination, um einen Beruf auszuüben. Das gilt für alle Berufsfelder.

Meine Leidenschaft ist Vertrieb und wenn ich zum Beispiel an Europadruck.com denke, fallen mir automatisch Dinge ein, wie man dieses Portal weiter vermarkten könnte. Höchstwahrscheinlich geht das einem Auto-Tuner genau so, wenn er ein Auto sieht. So etwas passiert mir täglich und überall und das ist ideal für meine Kunden.

Mein Kapital sind 30 Jahre Erfahrung in Vertrieb und Marketing. Dies verbunden mit der Begabung, sofort neue Vertriebsideen zu entwickeln und vor allem erprobte Vertriebskonzepte und Marketingaktionen auf verschiedene neue Branchen übertragen zu können.

Die Praxis. Wenden sich einige Unternehmen oft zu spät an Sie? Und: Wie sieht eine typische Aufgabenstellung für Ihr Unternehmen aus?

Helmut König:

Unternehmen, die mich anrufen, weil sie ganz dringend neue Kunden und Aufträge brauchen, helfen keine Vertriebskonzepte, die brauchen eine Feuerwehr.

Vertrieb ist keine „bezaubernde Jeannie„, die nur mit den Augen zwinkern muss, um neue Kunden, mehr Aufträge oder bessere Preise zu bekommen. Vertrieb ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit den richtigen Zielen, Vorteilen, Zielmärkten und einem darauf abgestimmten Marketingkonzept vorgeht.

Dabei braucht man für Kundengewinnung und -bindung unterschiedliche Vertriebskonzepte. Ein Dachdecker, der mit Handwerker-Drücker-Kolonnen zu kämpfen hat, verlangt nach einem ganz anderen Konzept als ein Unternehmen, das einen neuen Markt mit neuen Kunden erobern will. Meine Aufgabenstellung hängt stark von den Wünschen meiner Kunden ab, wobei jedoch Kundengewinnungskonzepte überwiegen.

Woraus entsteht eigentlich die Notwendigkeit einer besseren Vertriebs- und Organisationsstrategie? Wie kann ich dem als Unternehmer wirksam vorbeugen?

Helmut König:

Unser Marktsystem hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nachfrage- zu einem Angebotsmarkt entwickelt. Während früher mehr Nachfrage als angebotene Waren da waren und deshalb Vertrieb nicht so wichtig war, sind wir heute in einer anderen Situation.

Fast jedes Produkt steht im Wettbewerb und dadurch entsteht sowohl der Bedarf nach einer Vertriebs- wie auch einer Organisationsstrategie. Vertrieb, um auf sein Angebot aufmerksam zu machen, Organisation, um mit einer guten Unternehmensstruktur und engagierten Mitarbeitern Kunden gut und umfassend bedienen zu können.

Vorbeugen oder besser vorsorgen kann man, indem im Unternehmen entsprechende Strukturen geschaffen werden, um beides kontinuierlich weiter entwickeln zu können.

Stichwort „aktive Mithilfe“. Welche Voraussetzungen müssen die Unternehmen und deren Mitarbeiter selber mitbringen, damit Sie erfolgreich arbeiten können?

Helmut König:

Aktive Mithilfe ist ein schwieriges Thema in Unternehmen, denn die engagierten Mitarbeiter sind sowieso schon über 150% im Einsatz und eigentlich haben wir ja auch keine Zeit dafür, weil wir haben ja im Moment auch viel zu viel zu tun und die Preise sind so schlecht und wir haben 8 Wochen Lieferzeit und morgen, morgen, ganz bestimmt fangen wir damit an.

Aktive Hilfe ist Bewusstsein dafür, dass ich im Unternehmen meine Belastung reduzieren muss, dass ich Freiräume brauche, dass schlechte Preise und 8 Wochen Lieferzeit nicht zusammen passt, dass regelmäßiges Marketing mein Unternehmen nach vorn bringt. Wenn das vorhanden ist, ist erfolgreiche Arbeit kein Problem, denn der Aufwand für Vertrieb oder Organisation ist längst nicht so groß, wie viele denken.

Ein kleines Unternehmen sollte mit einem Aufwand von durchschnittlich 30 Minuten pro Tag seine Marketingaktivitäten ohne fremde Hilfe gut regeln können. Der Plan ist das Zauberwort, denn wenn ich jedes Mal neu anfange zu überlegen, was ich jetzt wohl machen könnte, verplempere ich wertvolle Zeit.

 

Nehmen wir an, Sie müssten aus den Erfahrungen von drei Jahrzehnten die 5 wichtigsten, grundsätzlichen Strategieempfehlungen zu Papier bringen. Welche wären das?

Helmut König:

  1. Konzentration auf ein Ziel, entweder neue Kunden oder Kundenbindung oder Preise rauf oder Cross Selling oder oder oder, aber nur ein Ziel.
  2. Was ist das Ziel, wodurch unterscheide ich mich von meinem Wettbewerb und was ist mein wichtigster Zielmarkt – auch hier, nur ein Zielmarkt.
  3. Kontinuität in den Marketinginstrumenten, welche Instrumente nehme ich am liebsten, wie viele nehme ich, um gleichzeitig das Prinzip der Kontinuität einhalten zu können und welche sind am besten für die Zielgruppe geeignet.
  4. Vor- und Nachbereitung von Kundengesprächen ist die halbe Miete.
  5. Meine bestehenden Kunden sind mein größtes Kapital.

 

Glauben Sie, dass klein- und mittelständische Firmen auf Dauer ohne externe Experten und Spezialisten, aus den unterschiedlichsten Bereichen, bestehen können?

Helmut König:

Es ist nicht so, dass viel Unternehmensberatung auch viel hilft. Klein- und mittelständische Unternehmen sind aber zumeist Spezialisten in ihrem Segment und deshalb brauchen sie andere Spezialisten zur Abdeckung der Bereiche, in denen sie nicht so aktiv sind. Das ist bei mir genauso.

Ich muss aber nicht 100% wissen, wie IT-Netzwerk funktioniert, aber ich brauchte ein paar Regeln und jemand, den ich fragen kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß – und der dann schnell helfen kann. Der Einsatz von Consulting ist in großen Unternehmen selbstverständlich und das wird es auch in kleineren Betrieben werden.

Die Umsetzung muss aber dem Unternehmen angepasst erfolgen, auch hier braucht es ein Konzept, welcher Bedarf in welcher Reihenfolge angegangen werden soll. Manchmal hilft auch ein Seminar oder ein Vortrag und oft hilft die Suche nach verborgenen Talenten im Unternehmen, um die Umsetzung zu erleichtern. Der Auszubildende, der ein Facebook Fan ist, eignet sich vielleicht und ist sogar stolz, wenn er die Kommunikation fürs Unternehmen in Blogs und sozialen Netzwerken übernehmen kann.

Der Mitarbeiter, der Pressewart bei der Feuerwehr ist, kann vielleicht beim Erstellen von Presseartikeln zur Hand gehen. Außerdem hilft das Füllhorn der Fördermittel für Klein- und mittelständische Unternehmen in vielen Fällen bei der Finanzierung von Unternehmensberatung. Zeit ist aber wichtiger als Geld, denn Unternehmensberatung ist so teuer nicht, aber Zeit ist immer knapp.

Zum guten Schluss, noch eine Frage zu „Königskonzept“ und Ihrem Alleinstellungsmerkmal. Was machen Sie anders als andere Coachs, Unternehmensberater und Trainer?

Helmut König:

Zuallererst gehöre ich zu den wenigen Unternehmensberatern die das, was sie verkaufen, auch für sich selbst einsetzen können, ich habe natürlich auch für mich ein Vertriebskonzept. Darüber hinaus gibt viele gute Coaches, Unternehmensberater und Trainer und in dieser Gruppe fühle ich mich wohl.

Ich habe Leidenschaft für meine Kunden, Herzblut für meine Projekte und Ideen fallen mir aus dem Ärmel, wenn mich ein Produkt interessiert. Geld verdienen ist für mich wichtig aber nicht das wichtigste und ich freue mich, wenn meine Kunden erfolgreich sind.

Meine Erfahrung aus Verkaufs, Marketing Werbung und Organisation ist in dieser Kombination eher selten anzutreffen, häufig setzte ich bei Vertriebskonzepten eine Kombination aller drei Bereiche ein. Aber nichts geht ohne meine Kunden; wenn Unternehmen anfangen, über ihre Unternehmenssituation nachzudenken, haben sie schon angefangen, sich zu verbessern.

Vielen Dank für das ausführliche Interview Herr König!

Veröffentlicht unter: Allgemein, Interviews, Vertriebsasse.

Königskonzept(e) – oder was ist eigentlich Pecha Kucha?:

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